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Uhrzeit der VeranstaltungDienstag, 31. Januar 2017Datum der Veranstaltung20:00 - 22:00

Thomas Melle: „Die Welt im Rücken“

Preis der Veranstaltung 12,00 €
Eintritt ermäßigt: 6,00 € für Schüler und Studenten

1975 in Bonn geboren, studierte Thomas Melle Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie. Er übersetzt Literatur aus dem Englischen und ist Autor von viel gespielten Theaterstücken sowie Romanen, die unter die Haut gehen, z.B. „Sickster“ oder „3000 Euro“ als Kontrast zum konventionellen Familienroman

Auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2016 schaffte er es mit seinem neuen Roman „Die Welt im Rücken“ (Rowohlt), für viele der absolute Favorit. „Ich wollte es so wahrhaftig wie möglich“, sagte Melle dem „Tagesspiegel“ über die Chronik seiner manisch-depressiven Erkrankung. Sie hat ihm in den Phasen des maßlosen Gefühlsüberschwangs die Kontrolle über sein Leben geraubt und ihn während der Depression an „schwärzeste Tiefpunkte“ heruntergezogen. Davon und vom Schreiben als Rettungsanker und Befreiung erzählt er in seinem Buch autobiografisch radikal und literarisch brillant.

„Melles Sprache hat es in sich. Wie sie mit furioser Energie und doch zärtlich die menschliche Existenz erfasst, das packt den Leser und lässt ihn nicht mehr los.“ (Marcel Beyer)

„Das Buch berührt wie lange keines“ (Der Spiegel)

„Eine Poetik des Authentischen, ein eindringliches Dokument“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Das ist große Literatur“ (Berliner Zeitung)

Details

Datum:
Dienstag, 31. Januar 2017
Zeit:
20:00 - 22:00
Eintritt:
12,00 €
Veranstaltungskategorie:
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Veranstaltungsort

Literaturhaus Nürnberg
Luitpoldstraße 6
Nürnberg, 90402 Deutschland
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Thomas Melle liest aus seinem Roman „Die Welt im Rücken“.|© Joachim Hauser
Die Welt im Rücken

„Wenn Sie bipolar sind, hat Ihr Leben keine Kontinuität mehr. Die Krankheit hat Ihre Vergangenheit zerschossen, und in noch stärkerem Maße bedroht sie Ihre Zukunft. Mit jeder manischen Episode wird Ihr Leben, wie Sie es kannten, weiter verunmöglicht. Die Person, die Sie zu sein und kennen glaubten, besitzt kein festes Fundament mehr. Sie können sich Ihrer selbst nicht mehr sicher sein. Und Sie wissen nicht mehr, wer Sie waren. Was sonst vielleicht als Gedanke kurz aufleuchtet, um sofort verworfen zu werden, wird im manischen Kurzschluss zur Tat. Jeder Mensch birgt wohl einen Abgrund in sich, in welchen er bisweilen einen Blick gewährt; eine Manie aber ist eine ganze Tour durch diesen Abgrund, und was Sie jahrelang von sich wussten, wird innerhalb kürzester Zeit ungültig. Sie fangen nicht bei null an, nein, Sie rutschen ins Minus, und nichts mehr ist mit Ihnen auf verlässliche Weise verbunden.“
Thomas Melle leidet seit vielen Jahren an der manisch-depressiven Erkrankung, auch bipolare Störung genannt. Er erzählt schonungslos und sprachlich brillant von seinem Umgang mit der Krankheit.

Thomas Melle:
„Die Welt im Rücken“
EAN 9783871341700
Rowohlt Berlin
19,95 €

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