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Lesung und Gespräch Lesung und Gespräch
Uhrzeit der VeranstaltungMittwoch, 23. November 2022Datum der Veranstaltung20:00 - 22:00

Michel Friedman: „Fremd“

Preis der Veranstaltung 12,00 €
Eintritt ermäßigt: 6,00 € für Schüler und Studenten

Wichtiger Hinweis:

Das Veranstaltungsdatum wurde aktualisiert.

Unterstützt von „Bayern liest e.V.“

Michel Friedman wurde 1956 in Paris geboren und übersiedelte 1965 mit seinen Eltern nach Frankfurt am Main. Er studierte erst Rechtswissenschaft, dann Philosophie und wurde zum Dr. jur. und Dr. phil. promoviert. Neben seiner Tätigkeit als Jurist wurde er bekannt als CDU-Politiker, stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland (gewürdigt mit dem Bundesverdienstkreuz) sowie als profilierter Publizist und TV-Moderator. Prägend: Friedmans Engagement gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung und für Menschenrechte und Gleichberechtigung, z.B. als Mitbegründer des Vereins „Gesicht zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland“, bei Initiativen für Geflüchtete und in Gesprächsreihen wie dem Demokratie-Forum im Hambacher Schloss, „Denken ohne Geländer“ im Jüdischen Museum Frankfurt, im „StreitClub“ für eine konstruktive Debattenkultur und im Podcast „Tachles“.

„Das ist ein nacktes, ehrliches Buch … Ich wusste, wenn du das nicht rausgibst, dann verstummst du. Und verstummen ist für mich ungefähr so wie sterben.“

Michel Friedman im „Zeit-Magazin vom 25.8.2022

Details

Datum:
23. November
Zeit:
20:00 - 22:00
Eintritt:
12,00 €
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:

Veranstaltungsort

Literaturhaus Nürnberg
Luitpoldstraße 6
Nürnberg, 90402 Deutschland
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Michel Friedman | © Gaby Gerster

Im LiteraturClub stellt er uns nach „Kaddisch vor Morgengrauen“ im Jahr 2005 nun sein druckfrisches Buch vor. „Fremd“ (Berlin Verlag) hat, so Friedman, „klare autobiografische Momente“ und ist zugleich „eine Erfahrung, die exemplarisch für viele Menschenschicksale ist“: „Fremdsein, das äußere und das innere.“ Gewidmet ist es „allen Menschen, die irgendwo im Nirgendwo leben“, so wie Friedman selbst, als er 1965 aus Frankreich nach Deutschland kam – als Sohn von Holocaust-Überlebenden: Menschen, für die der Schrecken und die Traurigkeit nicht enden. Und deren einzige Hoffnung das Kind ist, das tut, was es kann, um ihnen Freude zu machen und Wurzeln zu schlagen – eine Lebensaufgabe zwischen der Ausländerbehörde, alter, immer neuer Angst als ständigem Lebensbegleiter und Lichtblicken, etwa in Gestalt von Oskar Schindler, der einst die Eltern aus dem Ghetto gerettet hat. Das Fremdsein überwinden, dazugehören – wie gelingt das? 

Michel Friedman:
„Fremd“
EAN 9783827014610
Berlin Verlag
22,– €